Blog
Hier schreibe ich gelegentlich Texte und Inspirationen zu verschiedenen Themen und Erfahrungen.

Zwischen Ende und Anfang
Ende und Anfang gehen Hand in Hand
und treffen sich im Chaos des Zwischenraumes.
Etwas geht zu Ende, du kannst es spüren.
Das Neue ist noch nicht ganz da.
Du kannst es fühlen, doch es ist noch nicht greifbar.
Danke dem, was bisher war
und sage bewusst JA zu einem Ende.
Plötzlich stehst du in einem neuen Raum,
einem Zwischenraum, in dem du vorher
in dieser Form noch nie warst.
Der Raum zwischen Ende und Anfang.
Hier ist Platz für das Chaos des Wandels in dir.
Hier trifft sich alles.
Die Freude tanzt mit der Resignation.
Angst und Mut spielen Verstecken.
Die Neugier küsst den Zweifel.
Erschöpfung umarmt die Perfektion.
Gedankenschleifen und Ahnungslosigkeit
halten abwechselnd Wache.
Vertrauen und Unsicherheit rennen um die Wette.
Der Schmerz streicht sanft über die Kraft.
Die Wut und die Hingabe komponieren ein Lied.
Rückschläge gestalten ein Bild
gemeinsam mit den neuen Erkenntnissen.
Die Scham und die Lebendigkeit
baden im Meer der Zeit.
Der Stillstand kämpft mit den neuen Ideen.
Die Lust und die Ablehnung
führen ein tiefes Gespräch.
Die Ohnmacht stellt der Leichtigkeit ein Bein.
Humor berührt die Traurigkeit.
Die Ungeduld zählt die Minuten der Entspannung.
Das Vertraute und das Unbekannte
nähern sich einander an.
Du stehst zwischen dem, was war
und dem, was kommt.
Und manchmal fühlt es sich an,
als würdest du endlos fallen,
doch vielleicht lernst du gerade zu fliegen.
Und manchmal fühlt es sich an,
als würdest du stolpern,
doch vielleicht lernst du gerade
zu tanzen oder anders zu gehen.
In deinem eigenen Rhythmus,
in deinem eigenen Takt,
auf deine eigene Art,
deinen ganz eigenen Weg.
Und manchmal fühlt es sich an,
als würdest du in der Dunkelheit umherirren,
doch vielleicht bist du gerade dabei,
dein eigenes Licht zu finden,
ihm zu trauen, ihm zu folgen
und es zu schützen.
Und manchmal fühlt es sich an,
als würdest du ertrinken,
doch vielleicht lernst du gerade
unter Wasser zu atmen
und noch tiefer zu tauchen,
um deine Schätze zu bergen.
Übergänge und Wandlungen
in unserem Leben sind oft unbequem,
doch meist ein Weg,
der uns näher zu uns selbst bringt.
Wenn dein Leben sich neu sortiert, vergiss nicht,
dass du das Fundament darin bist
und dass es in dir einen Ort gibt,
der unerschütterlich ist
und dich immer trägt.
Freiheit
Das Leben ist nicht entweder oder,
sondern sowohl als auch.

Du kannst mutig sein und gleichzeitig Angst haben.
Du kannst das Neue & Unbekannte schätzen
und gleichzeitig Routinen lieben.
Du kannst leise & sanft
und gleichzeitig wild & unkontrollierbar sein.
Du kannst nach den Sternen greifen
und gleichzeitig verwurzelt sein.
Du kannst verletzlich sein
und gleichzeitig darin Stärke finden.
Du kannst unabhängig
und gleichzeitig verbunden sein.
Du kannst das Chaos
und gleichzeitig die Ordnung lieben.
Es ist das Zusammenspiel
unserer verschiedenen Seiten,
was uns lebendig macht und jeder Teil in uns,
trägt zu unserer ganz eigenen Geschichte bei.
Erlaube dir all deine Facetten
und Gegensätze zu umarmen,
sie sichtbar zu machen, mit ihnen zu tanzen,
ihnen Ausdruck zu geben
und für sie Verständnis zu entwickeln.
Sie machen dich einzigartig und bedingen einander.

Leben

Wir sind mit allem verbunden und wie in der Natur ist auch in unserem Leben zu jeder Zeit alles im Wandel.
Auf unserem Lebensweg erleben wir immer wieder Momente des Neubeginns, in denen alles erblüht und wachsen darf. Uns begegnen Stürme, in denen wir nach Halt suchen, denen wir standhalten oder die wir als Antrieb nutzen.
Wir erfahren Situationen, in denen die Ereignisse und Emotionen hohe Wellen schlagen, wie auf einem stürmischen Meer und dann wieder Augenblicke, in denen alles still ist, wir zur Ruhe kommen und wie bei einem tiefen klaren See auf den Grund unseres Inneren schauen können.
Wir leben in Zeiten voller Sonnenschein und Wärme, in denen wir uns energiegeladen und glücklich fühlen und alles auf einmal erleben wollen. Auch kennen wir die eisigen, kalten Stunden, in denen wir uns nach Wärme und Geborgenheit sehnen.
An Tagen, an denen unsere Tränen fließen und wir glauben sie hören nie wieder auf – erscheint auf wundersame Weise auch im stärksten Regen ganz plötzlich die Sonne und es zeigt sich der schönste Regenbogen.
Es gibt Lebensphasen, in denen alles trüb und nebelig erscheint, uns der Durchblick fehlt, sich alles schwer anfühlt und wir uns nach Rückzug sehnen. Wir alle kennen die dunklen Stunden – doch egal wie lange eine Nacht dauert, irgendwann wird wieder Tag.
Und immer wieder erleben wir leuchtende, bunte Zeiten, in denen sich alles wohlig und leicht anfühlt wie ein wunderschöner Schmetterling in der lauen Spätsommerluft.
All das gehört zu unserem lebendigen Sein dazu.